Montag, 19. September 2022

"D’Sibe Brünne" – die Quelle der Simme

 Ein wunderbarer Frühherbst Morgen erwartet uns in der Lenk..

... dem Rohrseeli entlang wandern wir los....
.. und sind begeistert von der Landschaft in der Morgensonne..
....heute wird Wasser wieder eine ganz grosse Rolle spielen...
..... hat mir meine Wanderplanerin versprochen....
...wir durchstreifen das "Chlöpflisbergmoos"....
...und werfen einen ersten Blick auf die Simme, die uns heute den ganzen Tag begleitet......nach dem Restaurant "Simmenfälle" ist es fertig mit dem gemütlichen Einlaufen und der Weg wird stotziger (natürlich haben wir zur Einstimmung auf der Restaurants Terrasse Pause gemacht und ich habe von der Bedienung sogar Hundeguti bekommen - und Frauchen hat sie einen Floh ins Ohr gesetzt - doch dazu später)
...schnell gewinnen wir an Höhenmetern...

 

 

 

 

...und haben bei der Barberabrücke einen wunderbaren Blick auf die Simmenfälle, die junge Simme stürzt da in mehreren Kaskaden 200 Meter in die Tiefe und hüllen die Umgebung in Wassernebel.........die Barbarabrücke bzw. der Damm vor dem Wasserfall ist ein Wehr zur Umlenkung der jungen Simme. Diese Massnahme zum Schutz des Talbodens vor Hochwasser wurde bereits im späten 18. Jahrhundert ergriffen.(Barbara war der Vorname der Frau des damaligen Direktor des Kurhauses, der die Erschliessung der Simmenfälle und des Wehrs für Touristen in die Wege leitete.)....


....die Simme
entwickelt hier eine besondere Kraft...
...weitere schöne Blicke auf die wilde Simme folgen...
...und wir haben bereits den Rezliberg vor der Nase....
....irgendwo da auf der Alp Rezliberg sollen nun die "Sieben Brünnen" zu finden sein..
...zuerst begrüssen mich da die Simmentaler Rinder, ja das Simmental hat sogar eine eigene Rinderrasse.....
...hurra - und ich habe sie gefunden, die ganz besondere Quelle der Simme..
...da muss ich doch gleich im schäumenden Quellwasser schnuppern gehen..........
.....die Quelle der Simme (Sibe Brünne, Siebenbrunnen, Siebenbrünnen oder auch Simmenquelle genannt) mit sieben Hauptästen sprudelt sie da aus einer mächtigen Kalksteinwand...
.....gespiesen werden die Brunnen von versickertem Schmelzwasser aus dem Hochgebirge, des zwischen Wildstrubel und Rohrbachstein liegenden Gletschers "Glacier de la Plaine Morte" ...
...
als 30 Meter breiter Fächer sprudelt das Quellwasser aus Gesteinsspalten hervor, im Sommer fliessen da bis zu 2'800 Liter Wasser pro Sekunde.......

...aus «Sibe Brünne» (Sieben Brunnen) entstand der Name Sibne und später Simme, für den 55 Km langen Fluss und das gleichnamige Simmental. (Die  Simme, die via Kander, Thunersee, Aare und Rhein in die Nordsee mündet)...
...bis jetzt war unsere Tour ungemein spannend und interessant, die Sieben Brünnen sind ein echter Kraftort und eine der faszinierendsten Quellen die wir dieses Jahr angetroffen haben (obwohl sie sich uns heute nur am Schatten zeigt).

 Aber jetzt bereits wieder an den Rückweg denken - das mag ich eigentlich nicht. (Zudem wär es doch eine willkommene Zugabe - die Sieben Brünnen am Nachmittag auch im Sonnenlicht bestaunen zu können)...

 

 

 

 

 

... gleich neben den Sieben Brünnen fällt dieser mächtige Wasserfall über die Flueschafberg. Sein Wasser speist ebenfalls die junge Simme. Würde schon gluschten auch seine Quelle kennen zu lernen. Daneben hat Frauchen ja auch noch so eine Flause im Kopf. Sie nennt sich Flueseelein....








.....ob wir den Aufstieg zum Flueseeli wirklich schaffen ist ungewiss, es sind den Flueschafberg hoch immerhin über 600 Höhenmeter auf einem steilen Bergweg zu bewältigen.

So viel sei verraten, weil das prächtige Bergwetter enorm lockt, die Wege heute trocken und gut begehbar sind und wir zudem recht übermütig sind - wird ein Versuch gewagt.

Ob wir es schaffen, das erzählen wir demnächst.