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Montag, 10. März 2025

Der Wutach entlang - Märzenbecher im Auenwald

Die Frühlingssonne lacht und wir gehen Märzenbecher/Märzenglöcken im uns recht unbekannten Kanton Schaffhausen suchen....
...nach 
Schleitheim, im ostschweizerischen Ortsdialekt Schlaate genannt, sind wir angereist....
...das erste Teilstück über dem Rebberg entlang des Schlattemerbach bietet traumhafte Ausblicke...
...bald eröffnet sich der Blick nach Stühlingen, das bereits in Deutschland liegt......
....mit seinem markanten 
Schloss Hohenlupfen, und etwas unterhalb, dass ehemalige Kapuzinerkloster. (Das Plateau, auf welchem das Schloss erbaut wurde, diente bereits den Römern als Sockel für einen Signalturm.) ....
...einfach immer speziell, was die Landschaften für Geschichten zu erzählen haben.....
...unten im Tal der Wutach stossen wir zuerst auf die Spuren eines ehemaligen Gipsbergwerkes, (man könnte sogar ein Museum und den Stollen besuchen, der einen Einblick in die Gipsabbaumethoden des 18./19. Jahrhunderts gibt. Doch heute verzichten wir auf das Höhlenschnuppern)....
...denn unser heutiges Hauptaugenmerk gilt den Märzenglöggli/ Märzenbecher. Die dürfen in unserem Jahr der "Blühenden Vielfalt" einfach nicht fehlen".....
.... sie, die da im die 
Auenwald eines Naturschutzgebietes reichlich vorkommen  ....
.....man/hund kann einfach nur gucken und staunen, wie unzählige Frühlingsboten da aus dem Boden spriessen....
...man muss ganz schön achtgeben wohin man die Pfoten/Füsse setzt...
.....ein riesiger, naturbelassener Hang der über und über mit  weissen Frühlings Glöcken übersäht ist (Im n
ördlich von Schleitheim gelegenen Auenwald. Ein unmittelbar an der Grenze zu Deutschland gelegene Naturschutzreservat, das zu den grössten in unserem Land zählt  und im Bundesinventar der schützenswerten Landschaften aufgeführt ist).....
....unsere heutigen Bilder können diesem Naturwunder nicht gerecht werden, das muss man selbst gesehen haben um die Grossartigkeit dieses riesigen Gartens auch nur erahnen zu können....
....nach längerem Staunen lösen wir uns vom weissen Blütenschauspiel und bummeln dem bequemen Auenweg entlang nordwärts...
....zur nächsten Entdeckung - dem Fluss Wutach...
....die Wutach ist ein 91 km langer, nördlicher und rechter Nebenfluss des Rheins im südöstlichen Schwarzwald und ist in ihrem Unterlauf auf etwa 6 km Länge Grenzfluss zum Kanton Schaffhausen....
.....der Fluss wechselt zweimal seinen Namen, ehe er bei Waldshut (fast Visavis unserer Aare) in den Hochrhein mündet: Er entspringt im Südschwarzwald als Seebach. Ab Titisee heisst der inzwischen träge fliessende Wiesenbach Gutach („gute Ach“). Ab der Einmündung der Haslach, nennt man den Fluss passenderweise Wutach („wütende Ach“).....
...ein würdiges Plätzchen für unsere erste grössere Pause....
.....bevor wir weiter dem Fluss entlang nordwärts ziehen....
...immer auf trockenen Wegen ...
... mit so mancher Entdeckung am Wegrand......
...wiederholt schweift unser Blick zur renaturierten Wutach.....
...und weiter durch offenere Landschaft ......
....bis zum Wiizemersteg, wo wir ganz kurz "enet" der Grenze schnuppern....
...bevor wir einen Abstecher in den urigen Teil des Naturschutzreservat der Seldenhalde machen...
....und schon pfoten wir auf einem bequemen Waldpfad in Richtung Stauffäberg hoch....
....
.wo uns bei der Lichtung Lendli, ein erster Ausblick ins weite Land des Tafeljuras geschenkt wird...
...der Rastplatz Stauffäberg ist besonders einladend gestaltet....
...nach ausgiebiger Stärkung zieht es uns bereits weiter....
...einfach herrlich, an der milden Frühlingsonne durch diese Landschaft zu bummeln...
...das Dorf Schleitheim, von wo wir gestarrten sind - zu unseren Füssen....
...im Dorf überrascht uns diese "Blühende Vielfalt", die nicht nur unsere Augen erfreut, sondern auch die fleissigen Bienen denen sie als eine der ersten Nektarquellen dienen.....
....auf der anderen Talseite zieht es uns noch ein Stück weiter den Hang hoch...
...weiter auf ansprechendem Pfad....

.....mit aussichtsreichen Pausenplätzli....
.....in Hohbrugg besteigen wir wieder einmal reich beschenkt da Postauto und starten zur Heimreise. (In Hohbrugg würde eine weitere Wanderoute zum Thema "Blühende Vielfalt" starten, mal sehen ob wir es dieses Jahr noch schaffen - da die Leberblümchen zu suchen).

Routenplan
: Ein gemütlicher Wanderweg führt durch die einzigartige Landschaft um Schleitheim und dem Flusslauf der Wutach entlang. Zur Blütenzeit der Märzenglöggli ist es ein besonderes Erlebnis.

Montag, 17. Juni 2024

Grottenburg Riedfluh mit Wetterkapriolen

Vielversprechend begrüsst uns der Morgen hinter den Jurahöhen in Eptingen..
....ein überraschender Blick auf die mächtige Belchenflue erwartet uns zum Start....
...der Tafeljura hat schon auch seinen besonderen Reiz....
.....kaum vorstellbar, aber irgendwann heute wollen wir dort oben über die Felsenkrete entlang pfoten....
...zuerst schnuppern wir jedoch am Hang des Ränggenberges....
.....über einen schmalen Pfad finden wir die Grottenburg Riedfluh, die Ruine ist unterhalb einer steilen Felswand gelegen ....
....eine ungewöhnliche Grottenburg. Erbaut wurde sie bereits um 1050, und sie war mit kunstvollen Bauelementen ausgestattet, die sonst eher auf königlichen Pfalzen anzutreffen waren....
....mit ihrer Entstehung um 1050 n. Chr. gehört die Anlage zudem in die Frühzeit des Burgenbaus. Die meisten Burgen in der Region sind erst im 12. oder 13. Jahrhundert entstanden....
......dank eines Prospektes der Archäologischen Gesellschaft Baselland erhalten wir spannende Einblicke.....
...nach dem eindrücklichen Besuch der Grottenburg wandern wir oberhalb des Felsens in Richtung Bergflue weiter....
...die uns einen wunderbaren Blick in die Landschaft bietet, (direkt unter uns die Ortschaft Diengten und die Gotthard-Autobahn A2 die von Basel quer durch die Schweiz bis nach Italien führt)......
.....ein angenehmer Wanderweg führt da südwestwärts über den Höhenzug weiter, doch ein Himmelsblick lässt Sorgenfalten aufkommen......
......dieser Ausblick bei den Burgstellen Ränggen/ Ruch macht wieder Hoffnung auf Sonnenschein. (
Auf dem Gebiet finden sich die Überreste von drei Festungen Ränggen I, Ränggen II und Ränggen III, sowie des römischen Wachtpostens Ränggen IV.  Da Ränggen nirgendwo urkundlich erwähnt wird, sind weder Bau- noch Zerstörungsjahr bekannt. Die Funde deuten auf eine der frühesten mittelalterlichen Wehranlagen hin).. .
....unter uns das Dorf Eptingen mit dem Pfad um dein Hügelzug Dangerenflue von wo wir losgezogen sind....
.....in Richtung Waldenburg, unserem heutigen Zielort, sichten wir Bedrohliches....
....vor unserer Nase jedoch hoffnungsvolles Blau....
...wie war das mit den heutigen Wetterprognosen? Den ganzen Tag sonnig und am Abend ev. etwas Niederschlag.....
...was machen wir nun, Wanderung abbrechen oder darauf hoffen, dass die Wolken bald wieder weiter ziehen (bekanntlich gibt es ja für Wanderer kein schlechtes Wetter, nur unpassende Kleidung - wir Hunde sind ja so oder so Allwetter tauglich)....
....weil die Wolken nun wirklich undicht werden, muss die Regenjacke in den Einsatz und das Knipsegerät in Deckung.....
....der Aufstieg durch die Lauchweid auf den Grat Lauch 1 063m - ist ein richtiges Abenteuer, (ganz schön steil der Weg, im Wald überaus glitschig, die Weide haben die Rinder tiefe Trampellöcher in den Wies Wanderweg gemacht - und es grast da zudem eine Mutterkuhherde - der wir wirklich nicht zu nahe kommen wollten)....
... oben angelangt sind wir beide ganz schön auf der Schnauze...
...uns freut es, dass die Sonne wieder etwas blinzelt ...
....so ziehen wir mutig über die Lauchflue und die Gerstelerflue westwärts ....
...auf sicher angelegten Pfaden, mit eingeschränkten Aussichten und gelegentlichen leichten Duschen.......
....."Prähistorische Wehranlage" Gerstelflue wird dieses Plateau auf der Karte Bezeichnet. (Beim etwas genaueren Schnuppern wir ersichtlich, dass hier eine Besiedlung von der späten Bronze- bis in die Römerzeit belegbar ist. )... 
....speziell fällt uns da die Grotte mit Felsenfenster auf. (Möglicherweise stand hier ein Höhenheiligtum, dass bis in römische Zeit hinein aufgesucht wurde)....
....wie mehrere archäologische Untersuchungen zeigen haben, war dieser Ort bereits ab der späten Bronzezeit (ab 1300 v. Chr.) besiedelt. (Auch aus der Hallstattzeit (ab 800 v. Chr.) und der La-Tène-Zeit (ab 450 v. Chr) fand man Spuren. Mühlsteine im Fundgut, Keramikscherben und zahlreiche Münzen sprechen dafür, dass sich schon damals Menschen hier dauerhaft niederliessen. Umfang und Aussehen der Höhenburg lassen sich heute nicht mehr rekonstruieren. Weitere Funde weisen darauf hin, dass sich hier im 12. Jahrhundert wohl ein adliger Wohnsitz befand.) ......
....und weiter geht es mit Blicken in die Vergangenheit, denn unweit treffen wir auf einen weiteren historischen Gebäudekomplex...
....die Ruine Schloss Waldenburg. 
Um 1200 gegründet, bildete sie zusammen mit dem Städtchen Waldenburg und der unteren Burg einen Sperrriegel am Hauensteinpass.  Eine Ruine auf einem zerklüfteten Felsengrat, mit Blick in den Faltenjura. (Von hier oben kontrollierten die mächtigen Grafen von Frohburg den Oberen Hauensteinpass und ihre Erzreviere. Schon vor 1000 Jahren galt wohl: Auf die Lage kommt es an)
..... 
der Aufstieg auf den Turm lohnen sich, enorm die Weitsicht (wenn denn das Wetter mitspielen täte). Eindrücklich die Siecht auf den Grat auf und an dem wir eben hergepfotet sind....
...ein kurzer Abstieg und wir steigen im Dorf Waldenburg in den Bus. Punktgenau, denn sogleich bricht wieder ein überraschender Gewitterregen los. Zurück an meiner Hundehütte erfahren wir, dass da den ganzen Tag die Sonne vom Himmel gelacht hat. grrr, grrr, grrr....
Routenplan: Ein vielfältiger Weg durch unberührte Natur und zu manchen geschichtsträchtigen, spannenden Ort. Der Burgenreichtum dieser Region war uns gar nicht bewusst. Bei gutem Wetter sind traumhaften Ausblicken garantiert. Besonders Abenteuerlich und Anspruchsvoll war bei dieser Tour für uns die unberechenbare Wetterlage und der Pfad die Lauchweid hoch.