Montag, 15. April 2019

Pilger Wanderung von Solothurn nach Fraubrunnen

Beim schmökern im Netz haben wir zufällig entdeckt, dass der "Baslerweg" - ein Variante des Jakobsweges - praktisch an meiner Hudehütte vorbeiführt....
...also versuche ich mich heute, echt passend für die Karwoche, als Pilgerhund - oder wenigstens als Pilger Begleithund....
.... beim Baseltor hat wohl schon so mancher Pilger die Barockstadt Solothurn betreten.......
.... nachdem er zuvor den Stadtpark duchschritten hatte....
... da wir "unsere" Stadt ja bereits gut kennen queren wir sogleich die Aare und ziehen in  Richtung Bucheggberg/Wasseramt weiter...
... alsbald gelangen zum bewaldeten Hügelzug bei Biberist, dem Oberwald...
.. wo wir uns einen Abstecher an den "Chrinziweier"  nicht nehmen lassen...
.... die kleinen Entchen da - sind einfach oberschnuselig....
.. und schon blicken wir zurück auf den Wald rechts von Ammansegg, den wir eben noch durchpfotet haben....
... und sind wir auf dem Altisberg - so quasi im Fledermauswald - angekommen....
....fast ein ganzer Km führt uns nun ein Buchenwaldweg der Krete des Zwingherrenhubels entlang, top geeignet für meditierende Pilger....
... ein stotziger,  sehr geflegter Treppenweg am Schmelzirain führt uns nun ans Emmenufer....
... es geht doch einfach nichts über einen genüsslichen Mitagsschmaus als Belohnung für Begleithunde....
.... und jetzt weiter durch lichte Auenwälder der Emme entlang...
... so Wasserwege sind einfach oberhundig toll....
 .... bei der Beschäftigung werde ich bestimmt nie müde, gut haben wir ganz, ganz viel Zeit im Gepäck.....
.... und weiter geht es, bei Krälingen queren wir die Emme auf einer  Holzbrücke, die vor einigen Jahren eigens für das Fussvolk erstellt wurde....
.... gerade viel Wasser führt die Emme heute wirklich nicht....
.... und weiter auf lauschigen Wegen, genau das Richtige um die Seele baumeln zu lassen...
....bis zu diesem wunderbaren Schlosspark....
... das Wasserschloss Landshut lädt uns jetzt zu einer Erkundungsrunde ein...
...die Zugbrücke ist zwar hochgeklappt und das Schloss wohl noch im Winterschlaf...
.... doch die Parklandschaft hat enorm viel zu bieten, da im Bild zeigt sich sogar die Wildtierstation Landshut..
...und weil es uns da so gut gefällt machen wir gleich eine zweite Runde durch den Park....
...denn Labradore und Wasserschlösser passen irgendwie ganz besonders gut zueinander...
.. . doch wir wollen ja heute noch etwas weiter dem Pilgerweg folgen,  also gilt es da adieu zu sagen ....
.... und bereits sind wir wieder  in einem weiteren Auenwald unterwegs...
... parallel verläuft da ein Kanal, der uns nun fast bis zu unserem Ziel begleiten wird....
... beim Stauwehr "Holzhüser" wird er gerade mit frischem Emenwasser gespeist..
.... für das letzte Teilstück verlassen wir nun den Auenwald...
... um zuerst entlang dem Hauptkanal in Richtung Fraubrunnen zu pfoten....
.... ich - manchmal gerne über dem Wasser..
.... und natürlich noch lieber im Wasser...
....da wo am Sagibach im Fraubrunnenmoos diverse Biberbauten  zu beobachten sind und zudem haben wir auf der anderen Wegseite an eine geschütze Kiebitzkolonie gesichtet, wo der Flussregenpfeifer und die Feldlerche ebenfals brüten ...
... das markante Pförtnerhäuschen am Strassenrand kündet an, dass wir Fraubrunnen erreicht haben....
... das Pförtnerhäuschen  gehört zum Schloss Fraubrunnen - das aus dem ehemal 1246 gegründeten Zisterzienserinnenkloster mit dem Namen "Brunnen der heiligen Maria" entstanden ist.  Nach einem guten Zvieri bringt uns der ÖV wieder zum Startpunkt zurück.

Tourendaten:
Mehrheitlich sind wir der Original Routenbeschreibung
des Teilstückes Solothurn/Fraubrunnen des Baslerweges* gefolgt und mit dem Wegstück von meiner Hundehütte bis Solothurn, das dem Teilstück Welschenrohr/Solothurn entlang führt, ist ganz ordentlich etwas zusammengekommen.
Ich habe zudem beschlossen, Pilger Begleithund zu sein macht mir grosse freude.


"*Der Baslerweg ist ein historischer Verbindungsweg zwischen Klöstern in der Nordwestschweiz und bietet den über Basel ankommenden Pilgern die Möglichkeit, auch die malerische Hauptstadt der Schweiz, nämlich Bern, auf dem Weg in die Westschweiz in seine Pilgerreise mit einzubeziehen."

Montag, 8. April 2019

Zur Tausenjährigen Eibe in Heimiswil "Bäumige Touren 4"

Heute wollen wir eine ganz besondere Eibe besuchen...
... wir starten in Burgdorf (vor einem Jahr habe ich von da berichtet)....
.... heute liegt unsere erste Wegstrecke auf der "ViaJacobi" noch im Schatten....
... doch je höher wir kommen, je mehr erreicht uns die Sonne (die markante Leuenhohle haben wir irgendwie verpasst, wir sind wohl zu früh abgebogen)....
..... und schon zeigt sich der Jura am Horizont, wenn auch etwas im Dunst....
....der versprochen Panoramaweg da auf der Egg hält was er in der Beschreibung versprochen hat....
.... und für mich wäscht da herrliches Znünigras....
... und so mancher Hingucker finden wir da am Wegrand ...
... und nach dem Kaltacker nochmal einen schattigen Wald hoch....
... und wir haben sie gefunden, die Tausendjährige Eibe beim Hof Gärstel bei Heimiswil...
... es ist gar nicht so einfach - die Mächtige mit mir aufs Bild zu bringen, entweder fehlt von ihr oder mir ein Teil...
.... also lege ich mich in genügend Abstand ins grüne Gras und lass mir die vielen Infos über sie durch den Kopf gehen..



 ...15 m hoch und fast noch breiter soll sie sein, ihr Stamm hat einen Umfang von 6.8m und gilt so als eine der mächtigsten Eiben im Land. Die Gemeinde Heimiswil ist recht stolz auf ihre geschütze Eibe und hat sie sogar ins Gemeindewappen gesetzt. Die Druiden sollen Eiben sehr geliebt haben und sie könne bis viertausend Jahre alt werden ......

... leider sind die Bilder von ihrem markanten Stamm nichts geworden, Die Fotogarfin hat aber gemeint da im inneren des Baumes sei eine ganz besondere Atmosphäre spürbar...
... und nochmals, einfach weil sie wirklich etwas besonderes ist....
.... und nach einer genüsslichen Pause ziehen wir weiter...
...aber nicht hoch auf die Lueg, wo es die meisten Wanderer hinzieht....
.... wir wollen nämlich noch die "Brüelhohle", die von Heimiswil auf den Gärstel führt, erkunden...
.... ich bin ja mal gespannt was wir da wieder vorfinden....
...ganz schön tief im Sandstein eingeschnitten ist da der sehr alte Hohlweg (Hohle).....
... ist schon ganz anstrengend die vielen Spuren da zu herschnuffeln, denn schon die alten Römer sind da durchgezogen...
.... die Fahrrinnen der Eisenräder sind jedenfalls, auf dem Sandsteinboden, noch gut sichtbar...
... ich mein, es hat sich echt gelohnt den Abstecher da hinunter zu machen....
... und schon haben wir das hübsche Dorf Heimiswil duchpfotet und es geht den nächsten Hang hoch....
.... wir durchstreifen dabei eine so typischen Emmentaler Hügel Landschaft...
... wart mal Frauchen, ich glaub ich habe da visavis etwas bekanntes gesehen.....
... ja, da grüsst uns doch wirklich die Gärstler Eibe aus der Ferne...
.... nach einem weiteren stotzigen Aufstieg erwartet uns auf der anderen Seite nun diese Aussicht....
...ein bisschen schade, dass die grossen Berner am Horizont sich im Dunst versteckt haben....
.... aber auch so ist es ein wunderbarer Panoramaweg den wir nun in Richtung Haslen-Rüegsau einschlagen...
.... mit unzähligen Gelegenheiten ins freie Land zu schauen.....
... vorbei an so manchem im Emmental typischen Graben....
.... ein wirklich toller Höhenweg den wir da gewählt haben...
.... die warmen Frühlingsonne dazu ein Genuss (die Bilder sind acht Tage alt, aktuell liegt da oben wohl wieder Schnee)...
...Emmentaler Häuser sind einfach immer ein spezieller hingucker..
.... die Vier haben wir am Wegrand ebenfalls eingesammelt.....
.. und weil wir ja einen "bäumigen" Blick haben - schiebt sich diese markante Linde-  in der Nähe des Hofes Schallenberg  auch noch in unser Blickfeld.
 ... je näher wir wieder dem Tal kommen je öfters begegnen wir auch Bauern die ihre Felder bestellen.
Tourendaten So sind rund 18 km. mit 630 m Aufstieg und 600 Abstieg zusammen gekommen, die reine Wanderzeit beträgt rund 5 Std.