Wir sind eben von Belp herkommend einen steilen Pfad den Wald hoch gestapft und haben uns die erste Pause redlich verdient.......der erste Eindruck vom Gürbentaler Höhenweg weckt grosse Erwartungen.......die grossen Berneralpen proben heute wohl ihren grossen Auftritt......so sind wir gespannt, was uns heute noch alles erwartet.........einfach ein grandioser Ausblick, sogar den Thunersee zeigt sich ein bisschen.........ein Stück heile Welt zeigt sich uns bei der Hofmatt......auch unser Pfad lässt nichts zu wünschen übrig.........so wie wir es zu schätzen wissen........die alte Linde bei der Abzweigung Rosweid hätte wohl einiges zu erzählen .......ein guter Grund zu einer Pause, denn eine zweite alte Linde wartet mit einem Sonnenbänkli auf.......der Ausblick da braucht wirklich keine Worte und findet daher einen Platz in der Galeria-Himmelsblick von Heidi.......und doch, nach einer längerer Pause zieht es uns weiter.......noch einen Blick zurück, zum Sitzplatz unter der Linde oberhalb dem Gehöft Rossweid.......das Gras auf diesem Acker riecht schon ein bisschen nach Frühling..........weit unter uns das Gürbental...........sogar die Schrattenflue und der Hohgant schieben sich ins Bild (von dort haben wir in der letzten Saison einige male berichtet).......diese Hochebene nennt sich "Weissenstein", genau wie unser Hausberg in der ersten Jurakette......in der Zwischenzeit sind wir über einen steilen Waldweg, auf einem neu angelegten Wanderweg, so quasi eine Etage tiefer angelangt...........der alte Weg, näher am Sandsteinfelsen, konnte nach einem grösseren Steinschlag nicht mehr in Stand gestellt werden...... nah an der riesigen Guetenbrünnenfluh beim Pfaffenloch wurde es für Wanderer einfach zu gefährlich..........in echt, müssen wir nun wirklich auf den geplanten Besuch im besonderen Pfaffenloch verzichten?..
...ja, die Wanderer müssen sich leider mit dieser Infomationswand begnügen......
...vor über 900 Jahren hausten in der heute leider nicht mehr zugänglichen Höhle zwei Mönche. (Eine Schenkung des Freiherren Lütod von Rünisberg ermöglichte 1072 die Gründung des Klosters Riggisberg. Für die Realisierung des Bauwerkes schickte das Kloster Cluny (Burgund) die beiden Mönche Cuno und Ulrich, die hier im Pfaffenloch hausten. Ihre Lebensweise und das Wissen in Arztneikunst blieben nicht unbemerkt und so erwarben sie die beiden Mönche viel Achtung und Verehrung)........Guetebrünnen - der Ruf des heiligen/heilenden Wasser gründet auf der Heilkunst der beiden Mönche im Pfaffenloch. (Von weit her reisten sie an, um vom gesunden Wasser zu trinken und zu kuren. Noch bis zum 15.jahrhundert pilgerten die Leute zur damaligen Kapelle (1495 dem Hl. Ursus geweiht). Nach der Reformation wurde die Wallfahrten zum "Guten Brunnen" von den gnädigen Herren von Bern verboten und die Kapelle abgebrochen.).......in Keltischer Zeit soll sogar ein Druide in der Höhle gewohnt haben. Auch viele Sagen ranken um das Pfaffenloch, Bergmännchen, Mossfraueli und Zwerge einer ganz besonderen Art sollen da ehemals gehaust haben. Ein Ort mit einer kraftvollen Ausstrahlung........teilweise sieht es entlang des Hanges aktuell etwas grualig aus, es muss in diesem Winter da ein gehöriger Sturm gewütet haben.......unser Wanderweg wird zunehmend zu einem Abendteuerweg-(Leider gibt es keine Bilder wie meinen Begleiterin über die riesigen Stämme geturnt ist)....
...zwischendurch wieder "heile Welt" wie bei diesem ausschweifenden Blick auf die Berneralpen..........eine Region wo Rauheit und Schönheit der Natur so nah beieinander liegen......ein letzter Blick zu den Alpen oberhalb der Abegg Stiftung, einem bekannten Textilmuseum.......und nun beginnt unser letzter Abstieg durch die wilde Schlucht des Mühlebachs nach Thurnen, wo unsere Wanderung endet.
Tourendaten: Diese Wanderung führt durch eine abwechslungsreiche Kulturlandschaft und bietet eine grossartige Fernsicht zu den Berner Alpen bis hin zur Gantrischkette.









