Heute schnuppern wir ein bisschen im "Grenzland" ....
...zwischen Wetterlagen und Kulturen....
...wir starten in Schangnau, ganz hinten im Emmental in einer mystischen Nebelstimmung....
.....ganz schön stotzig geht es auf einem alten Hohlweg sogleich Berg hoch......Grenzlandstimmung vom feinsten erwartet uns da......und wie von Zauberhand - ist plötzlich der Himmel blau...... hurra, wir haben es wieder einmal geschafft, das Nebelmeer liegt unter uns.....wir sind in der Zwischenzeit auf der Alp Chürg angekommen......und können uns ob der Pracht kaum satt sehen - und so wandert diese Stimmung auch gleich in die Galeria-Himmelsblick........unter uns das Schangnau und visavis der Hogant ......... und vor uns wunderbare Alpweiden......so macht Wandern einfach riesengrossen spass........ langsam lösen sich die Nebelschwaden auch im Tal auf...... hinter uns zeigt sich sogar die Stockhornkette.......einfach traumhaft schön.......in der Zwischenzeit stehen wir auf dem Wachthubel auf 1 414m.......und blicken übers ganze Mittelland und können sogar den Chasseral und die Weissensteinkette über der Nebelbank erkennen........ wir geniessen da wieder einmal einen Rundblick vom Feinsten...... kein wunder das dieser Hubel(Erhebung) an der Grenze vom Emmental BE und dem Entlebuch LU bereits 1782 als wichtige Hochwacht erwähnt ist (Diese Alarmierungsart war im Bernbiet ab Mitte des 15. Jahrhunderts und in der Urschweiz ab 1529 bekannt)....... und schon ziehen wir weiter.......über den gewellten Hügelrücken........ der mit immer neuen Ausblicken wirklich nicht geizt.......meine Knipse ist ganz schön beschäftigt......... und es ist gut, dass wir wieder einmal ganz viel Zeit mitgebracht haben...... und das milde Herbstwetter seine beste Seite zeigt...... ein weiterer Blick zurück beim Aufstieg zum Pfyfer.......bevor wir uns dem Rämisgummen zuwenden....... auf dem Bild die Alpgebäude des Hinteren Rämisgummen, die drei Alpen des Rämisgummen sind enorm weitläufig und gehören wohl zur Wiege des Emmentaler Käses....... ob die Rinder da in ihren Alpferien, die Aussicht ins Bernbiet auch so geniessen wie wir......... und selbst durstige Hunde kommen da auf ihre Rechnung......... nachdem auch meine Begleiterin sich im Berggasthof "Erika" bei der Geisshalde gestärkt hat - ziehen wir wieder ins Tal......obwohl wir doch eigentlich viel lieber da oben bleiben würden.......Truebschachen im tiefen Emmental ist unser Ziel.
Tourendaten: Eine weitere Panoramatour die ihrem Ruf gerecht wird. Im Genzgebiet vom luzernischen Entlebuch und dem bernischen Emmental.
Historisches: Kaum vorzustellen, dass im Herbst 1847 beim Sonderbundskrieg (auch im Grenzland Bern/Luzern) der letzte kriegerische Konflikte in unserem Land mit ausgetragen wurden (ist eigentlich nicht so lange her, denn in der Zeit ist Frauchens Urgrossvater auf die Welt gekommen). Gar so friedlich war dereinst das Zusammenleben in der Eidgenossenschaft dann doch nicht.
Verschiedene Vorstellungen über die politische und gesellschaftliche Ordnung der Eidgenossenschaft führten damals zu der kriegerischen Auseinandersetzung.
Liberale, radikal und reformiert geprägte Kantone arbeiteten seit Anfang den 1830er-Jahre auf die Schaffung eines zentralen Bundesstaats hin. Die konservativen, eher katholisch geprägte Kantone lehnten einen zentralen Bundesstaat mit dem Verweis auf die traditionelle Souveränität der Kantone ab.
Nach den Ende des Sonderbundskrieges wurde dann 1848 die heutige Schweizer Bundesverfassung ausgearbeitet - in einer in den Grundzügen noch heute bestehenden Form.