Montag, 13. November 2023

Länderverbindend: Die längste gedeckte Holzbrücke Europas

Eine Wanderung zur längsten gedeckte Holzbrücke in Europa, darf in unserem "Brückenjahr" wirklich nicht fehlen (Nachtrag vom 22.10.2023)...
....so starten wir in Laufenburg am Rhein, wo der Nebel noch unschlüssig ist ober er sich verziehen will....
...wir steigen zuerst zum Burghügel hoch mit Blick auf den Turm der Stadtkirche......
....natürlich braucht ein Städtchen mit Burg im Namen auch ein entsprechendes Wahrzeichen so steht zuoberst auf dem Hügel die Überreste der Laufenburg. (Der einstige Stammsitz der Grafen von Habsburg-Laufenburg. Etwa im Jahre 1180 kamen die Habsburger zu Besitz der Gegend. Sie liessen an beiden Seiten des Rheins Befestigungsanlagen errichten, darunter auch die erste Laufenburg.)...
...eine sorgfältig gepflegte und unter Denkmalschutz stehende Altstadt, die bereits 1207 urkundlich erwähnt wird als Loufenberc (Berg beim Wasserfall, beim Wasserstrudel, bei den Stromschnelle)....
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..im Jahr 1801 wurde der Rhein von Napoleon zur Landesgrenze erklärt und die Stadt damit in einen helvetischen und einen badischen Teil getrennt. Die heutige Steinbrücke, mit einer riesigen Nepomuk Statue, wurde 1911 erstellt..


 

......die beiden Teile Laufenburgs wurden schon im Mittelalter (1208) an einer der engsten Stellen des Hochrheins durch eine feste Brücke verbunden..


...das Wetter klart unserem Wunsch entsprechend auf.....
... die dazugehörende Badstube haben wir nicht gefunden.......und schon liegen die beiden Städtchen Laufenburg hinter uns.....
.... mächtig wie eine Flussburg, das Kraftwerk Laufenburg, es wurde zwischen 1909 und 1914 erbaut...
...ein riesiges Flusskraftwerk, Fussgänger dürfen es als Brückenübergang benutzen...
...das Kraftwerk steht sehr dominant im Oberrhein...
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die Schaltanlage der Elektrizitätsgesellschaft Laufenburg ist zugleich die  Drehscheibe des europäischen Verbundnetzes (auf dem Bild die Leitungen nach und von Deutschland)...
....der Kanton Aargau ist ja bekannt als Energiekanton, sogar die Dampffahne des AKW Leibstadt spiegelt sich da im Rhein....
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..wie ein See liegt nun der Rhein vor uns....
...mit herrlichen Spiegelungen....
... ein sehr angenehmer Weg führt da dem Rhein entlang...
...über dem Schwarzwald ziehen langsam wieder Wolken auf....
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....und schon haben wir ein weiteres Rheinkraftwerk im Blick...
...dieses Länderverbindende Flussskraftwerk zwischen Bad-Säckingen und Stein AG wurde 1966 erstmals in Betrieb genommen.......
....mit solchen Stimmungen werden wir heute reichlich beschenken ....
....und schon sehen wir die gesuchte Holzbrücke, leider im Schatten....
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das mächtige Fridolinsmünster der Stadt Bad Säckingen lenkt unseren Blick zuerst auf sich. (Einst die die Stiftskirche des einflussreichen Damenstifts Säckingen, die  Klosterkirche wurde erstmal im 14. Jahrhundert erbaut)....
....mit diesem Ausblick machen wir jetzt ein bisschen Pause..
.....denn das Wandern hat durstig gemacht und meine Pfoten schätzen einen Abkühlung auch....
.....doch bald zieht es uns zu unserem heutigen Höhepunkt: Die gedeckte Holzbrücke, die schweizer Gemeinde Stein AG mit der deutschen Stadt Bad Säckingen verbindet....
....zuerst unter der Brücke durch um zu sehen ob sie auch eine Sonnenseite hat.........
....ja, nun zeigt sich die
Brücke sich uns in der ganzen Pracht. Sie ist mit 205 m die längste gedeckte Holzbrücke Europas. .....
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.die Holzbrücke wird im Jahr 1272 erstmals urkundlich erwähnt. Mehrfach wurde die Holzbrücke durch Kriege und Hochwasser des Rheins zerstört und musste wieder aufgebaut werden. Die aktuelle Brücke wurde 1590-1630 erbaut...
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in den beiden Fachwerkkapellen der alten Brücke stehen je die Statuen des Hl. Franz Xaver der bei Sturm angerufen wird und des Brückenheiligen Nepomuk.  (Leider haben wir vom inneren der Brücke kaum Bilder, denn da hat es gewuselt von Menschen - die Brücke scheint Touristen anzulocken.)
...ein letzter Blick zurück bevor wir weiterziehen....
.....noch meint es das Wetter gut mit uns, doch keine 1/2 Std. später ziehen bedrohlich schwarze Wolken auf und wir peilen den nächsten Bahnhof  an - die Brücke mit der Insel in Rheinfelden muss noch etwas auf unseren Besuch warten.....
Tourenplan: Eine eher kurze Uferwanderung dem Hochrhein entlang. Naturbelasasene Uferabschnitten, malerische Städtchen, sehenswerten alten Brücken und riesige Wasserkraftwerken
- bilden da irgendwie eine besondere Symbiose aus Natur und Technik.