Montag, 8. April 2024

Höhlensiedlung Lopsigen - Seedorf

Bereits  sind wir nochmals im Drei-Seen-Land unterwegs um Höhlen zu erschnuppern........in Seedorf starten wir und wollen durch diese sanfte Hügellandschaft bummeln.......und sind sehr gespannt was wir heute so alles erschnuppern werden...
...durch kleine, schmucke Weiler am Wegrand....
....und eine abwechslungsreiche Landschaft die sicherlich wieder einiges zu erzählen hat...
.......ein kurzer Aufstieg und bereits taucht Frienisberg vor uns auf...........ein Ort mit einer langen, reichen Geschichte........das ehemalige, 1131 geründete Zisterzienserkloster "Aurora/Morgenröte", ist untrennbar mit einer weitreichenden und bedeutsamen Geschichte und Kultur verbunden........die ehemals einflussreiche Abtei wurde 1528, nach der Einführung der Reformation, durch den Rat der Stadt Bern aufgehoben und die Klosterkirche abgebrochen. (Ab 1533 nutzte Bern die ehemaligen Klostergebäude als Amtssitz einer bernischen Landvogtei.  Ein Teil der Gebäude diente als Spitel und Pfrundanstalt. Ab 1834 bestand eine Taubstummenanstalt, die im Jahr 1889 zum heutigen Wohn- und Pflegeheim mit  ca 240 Bewohner umgewandelt wurde.) .............die besondere Ausstrahlung des ehemaligen Klosters ist in der Landschaft noch gut zu spüren (oder ist es umgekehrt, das Kloster hat ehemals die besondere Ausstrahlung der Gegend als Standort gewählt)...........herrlich, mit diesen Ausblicken über die Anhöhen da zu bummeln....

.....diese stattliche Hof Linde fasziniert uns.......
.... auf einen Abstecher zum Aussichtsturm Chutze verzichten wir heute...... 
......uns zieht es entlang des Baggwilgraben zu unserem heutigen Ziel...
...den Lopsinger Sandsteinhöhlen, die bereits 1298 als Felsenkeller bei der "Räbhale" erwähnt werden......
......die Sandsteinhöhlen scheinen aus einem anderen Zeitalter zu stammen, wurden aber effektiv noch bis vor dem Zweiten Weltkrieg bewohnt.....
... die Siedler die hier hausten, führten ein bescheidenes Leben im Einklang mit der Natur.
.....die Höhlen waren ehemals mit einem Vorbau aus Holz, sowie einem kleinen Stall ausgestattet
(die vielen Höhlen weisen auf eine kleine Dorfgemeinschaft hin)...
... der Hang war damals unbewaldet und die Leute lebten sehr bescheiden vom Ertrag der Landwirtschaft.....
..... die Keimlinge dieser Pflanzenart haben einst zur Bewaldung beigetragen, wer errät was daraus entsteht.............enorm was die ehemalige Höhlensiedlung so alles zu erzählen hat, ein grosses  Fenster in die Vergangenheit ......... und bereits sichten wir das Lopsiger Seelein, dass auch von einer unendlich langen Geschichte zu erzählen weiss.........leider wurde der See, zur Entsumpfung der Ebene im 19.Jh. 1,2 m abgesenkt (zum Glück steht er, wenn auch nach dieser Massnahme deutlich verkleinert - seit 1955 unter Naturschutz, sonst wäre er wohl vollständig verschwunden.)........ an diesem See haben bereits die Pfahlbauern gelebt .........die ältesten, am Lobsigensee gefundenen, Siedlungsreste sind ungefähr 5900 Jahre alt. Sie werden der Jugendsteinzeit zugeordnet und gehören heute zum Inventar des UNESCO-Weltkulturerbes.........diesem Bächein folgen wir nun in Richtung Seeberg und sichten Biberbauten und beachtliche Frassspuren.......
....Seeberg - mit seinem weit herum sichtbaren Kirchenhügel.....
....
in ihren ältesten Teilen besteht die Kirche seit dem 12. Jahrhundert und soll an diesem besonderen Platz, wo sich bereits vorher eine Kirche mit alten Gräbern befunden haben soll entstanden sein....
.....ein Bau mit viel Ausstahlung und diversen, beachtenswerten Türen....
Routenplan: Eine gemütliche Runde durch die hügelige Landschaft am Frienisberg mit geschichtsträchtigen Orten. Bei guter Weitsicht in die Alpen, lohnt sich ein zusätzlicher Aufstieg zum Chutzenturm.

30 Kommentare:

  1. Guten Morgen liebe Erika mit Ayka,
    viel Interessantes habt ihr wieder erschnuppert und uns auch mit Worten viel geschenkt.
    Es tat wirklich gut das alles bildlich mitzuerleben und nachhaltig sind auch die Zeilen.
    So winke ich euch aus der Ferne zu, sende liebe Grüße, Lissi

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    1. Liebe Lissi
      dein Winken ist gut bei uns angekommen. Wir staunen eigentlich auf jeder Tour, was die Gegenden so alles zu erzählen haben. Ein bisschen Aufmerksamkeit und Freude tun das ihrige dazu.
      Dir ganz liebe Grüsse vom Jurasüdfuss von Ayka mit Erika

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  2. Hallo Ihr Lieben,

    was für eine herrliche Tour in einer wundervollen Landschaft und mit so vielen interessanten Stationen. Und die vielen Buchenkeimlinge sind mir gestern im Wald auch aufgefallen, ob es am vielen Regen liegt, das man sie jetzt wieder häufiger sieht ?

    Einen guten Wochenstart
    und liebe Grüße aus dem Taunus
    von Anke

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    1. Liebe anke,
      ja, die Buchenkeimlinge sind dieses Jahr besonders reich zusehen. Wir staunen immer wieder wie üppig die Buchnüssli keimen. Obwohl die Bergfinken in grossen Schwärmen unsere Buchenwälder im letzten Herbst besucht haben.
      Dir gute Tage wünschen Ayka mit Erika

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  3. Es war wieder spannend euch bei der Wanderung visuell zu begleiten. man kann sich gar nicht wirklich vorstellen dass noch so lange Menschen in den Höhlen gewohnt haben.

    lg gabi & eni

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    1. Hallo Gabi mit Eni
      das mit den ehemaligen Höhlenwohnungen ist auch für uns ungemein spannend. Wenn alles klappt wie geplant, können wir ev. im laufe des Jares noch von einer noch heute bewohnten Höhlenwohnung berichten.
      Euch gaz gute Tage wünschen Erika mit Ayka

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  4. wo ihr schon wieder unterwegs seid..
    unglaublich schöne Bilder...
    wie lange wart ihr denn da auf der Wanderschaft..?
    spannend was du beschreibst...
    und Ayka hatte viel zu schnuppern...

    wunderschön... herzlich angel

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    1. Lieb Angel
      die Wanderung mit rund 14 Km wär ja in knapp vier Std. gut zu bewältigen, da wir aber immer etwas intensiever schnuppern müssen und auch ganz viele Genusspausen einlegen - waren wir an dem Tag rund sechs Std. unterwegs. Mit der An- und Rückfahrt waren wir so den ganzen Tag beschäftigt.
      Dir ganz herzliche Grüsse vom Jurasüdfuss - Ayka mit Erika

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  5. Ihr Lieben,

    es hat gut getan, euch auf dieser schönen und entspannenden Runde zu begleiten. Für uns kaum zu glauben, wie lange noch Menschen in den Höhlen gewohnt haben - wobei mit Holzvorbauten und Stall kann man es sich etwas besser vorstellen.
    So viele neue Buchen schauen unter den alten Blättern hervor, da wird der Wald dichter.

    Es ist gut, dass so vieles mittlerweile unter Schutz gestellt wird - sonst würde noch viel mehr verschwinden, weil der Mensch es gerne einfacher haben möchte oder zumindest anders. Auch bei uns wäre wohl vieles nicht mehr da, wenn es keinen Naturschutz und keine UNESCO gäbe.

    Liebe Grüße,
    Isabella mit Roy

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    1. Liebe Isabella mit Roy
      als wir von den Holzvorbauten und den Ställen gelesen haben, haben wir auch eine Vorstellung bekommen wie die Menschen ehemals da gelebt haben könnten. Wir staunen - wie schnell aus den Buchenkeimlinge ganze Waldhänge entstanden sind - die Natur holt sich da einiges selbständig zurück, wenn sie denn von den Menschen in Ruhe gelassen wird.
      Euch frohe Tage wünschen Ayka mit Erika

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  6. Liebe Erika,
    was für eine wunderschöne Tour wieder. Da würde ich dich wirklich zu gerne mal begleiten. Diese Höhlen sind wirklich sehr beachtlich und auch interessant.
    Bei den kleinen Bäumchen würde ich auf Buchenkeimlinge tippen.
    Liebe Grüße
    Jutta

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    1. Liebe Jutta
      das mit den Buchenkeimlinge stimmt, wir staunen immer wieder, wie aus den beiden Keimblätter so riesige Bäume wachsen können. Besonders im Frühjar, bei der erwachenden Natur, sind die Wanderungen über die sanften Hügellandschaften ein besonderer Genuss. Wär sicher mit deiner Begleitung noch reicher.
      Herzliche Grüsse von Erika mit Ayka

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  7. Einmal mehr überrascht ihr uns mit der Geografie. Dass es noch ein Seedorf gibt, das nicht im Kanton Uri liegt! Gerne bin ich bei eurer Runde virtuell mitgepfotet, die Sandsteinhöhlen sehen toll aus, und das Seelein ist ebenfalls recht sehenswert in die Landschaft eingebettet.
    LG vom Werner und Loki

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    1. Hallo Werner mit Loki
      ja, so ganz anders ist die Landschaft um die beiden Dörfer "Seedorf". Doch beide scheinen Seen zu lieben, beim Seedorf von dem wir erzählen liegt ja zudem der der Bielersee recht nah.
      Wenn alles klappt, wandern wir morgen auf den Spuren von dir und Timi in Begelitung von drei Turgauer Mädels.
      Euch von Herzen gute Tage und hoffentlich auch wieder auf kleinen Touren
      Ayka mit Erika

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  8. Fenster in die Vergangenheit, Fenster ins Felseninnere! Faszinierende Aufnahmen und reichhaltige Erlebnisse stellt ihr uns hier vor! Ein interessanter Gedanke ist: Wirkt sich die Ausstrahlung des ehemaligen Klosters auf die Umgebung aus, oder haben sie damals bewusst an diesen Ort gebaut? Eines ist auf jeden Fall so wahr wie der blaue Himmel, der sich über euch wölbte: Eine wunderbare und unglaublich faszinierende Gegend!
    Pilgergrüße mit Sonnenherz von eurer Dori

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    1. Liebe Dori
      dein Bild mit den Fensterblicken gefällt uns sehr. Mit jeder Wanderung werden uns wieder kleinere oder grössere Aus- und Einblicke durch ein überraschendes Naturfenster geschenkt. Gerade, jetzt im Frühjahr sind die Überraschungen so grossartig.
      Dir von Herzen gute Tage wünschen Erika mit Ayka

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  9. du bietest wieder viel Neues und Interessantes. Spannend, besten Dank. Gruss Jürg

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    1. Wir sind selber überrascht wo uns die "Höhlen" so alles hienführen.
      Dir herzliche Grüsse von Erika mit Ayka

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  10. Liebe Erika, liebe Ayka,
    was für wunderschöne Landschaften und Ausblicke! Und die Sandsteinhöhlen sind wieder fantastisch. Da würde ich auch gerne herumschnüffeln ;-). Und wie gut, dass das idyllische Lopsiger Seelein unter Naturschutz steht.
    Ich bin wieder sehr gerne mitgekommen und grüße euch beide ganz herzlich
    Ingrid

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    1. Liebe Ingrid
      manchmel sind es gerade die etwas abgelegeren Orte die so viel Sehenwertes zu bieten haben. Sachen die einfach nur zu Fuss erkundet werden können.
      Denke für deinen virtuellen Besuch sagen Ayka mit Erika

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  11. Die Höhlen sehen klasse aus, die würde ich mir auch anschauen, vor allem nicht von Menschen überlaufen, sowas gefällt mir immer. LG Romy

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    1. Hallo Romy
      es ist ein Glück, dass sehenswerte Orte, die nur zu Fuss erreicht werden können eher nicht überlaufen sind. Dazu haben wir die Möglichkeit unter der Woche unterwegs zu sein.
      Grüsse von Ayka mit Erika

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  12. ein sehr schöner Ausflug
    in einer wundervollen Landschaft
    man kann sich kaum vorstellen wie die Menschen in solchen Höhlen gelebt haben
    es was sicher alles primitiv und einfach
    liebe Grüße
    Rosi

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    1. Hallo Rosi
      aktuell zeigen sie die Landschaften wirklich im schönsten Frühlingskleid. Wie es einst war in Höhlen zu wohnen, das möchten wir irgendwie schon immer einmal real erleben. Aber zum Schlafen unbedingt wieder in die aktuelle Zeit zurückkehren.
      Dir frohe Frühlingstage wünschen Ayka mit Erika

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  13. Hallo Ihr Wanderfreudigen,
    da kann ich nur sagen: Einblicke, Ausblicke und Weitblicke! Wunderbar diese Wanderung, wo die Wege zum laufen einladen und dem Auge so viel bieten...
    LG...Stephanie

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    1. Hallo Stephani
      genau wie du es passend beschreibst - einfach Landschaft pur.
      Herzliche Grüsse von Erika mit Ayka

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  14. Da habt ihr wieder viele Schätze gefunden. Als Wasserratte ist Ciarán natürlich besonders vom Seeli angetan, auch wenn da sicherlich nichts mit Baden im Naturschutzgebiet ist.
    Liebe Grüsse
    Nadine mit Ciarán

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    1. Ihr habt es richtig erkannt, im Seelein konnte ich nicht schwimmen, denn ich hätte zu viele Wasservögel aufgescheucht- soll ja man/hund in der aktuellen Setztzeit ja nicht machen. Im Bächlein hat Frauchen geguckt wo ich vor dem Biber sicher wäre und da hat es gereicht um den Bauch zu kühlen.
      Gute Tage wünsen Ayka mit Erika

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  15. Und wieder stellt ihr eine schöne Gegend vor, liebe Ayka und Erika. Den Besuch der Höhlensiedlung habt ihr ganz bestimmt sehr genossen.
    Herzlich, do

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    1. Liebe do,
      die Höhlensiedlung strahlt wie das Seelein eine besondere Stimmung aus - ein lohneswerter Besuch.
      Es grüssen Erika und Ayka

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