Dem ruhig fliessenden
Glütschbach entlang gehen wir heute, von Allmedingen bei Thun, auf Erkundungstour......denn wir sind bei den riesigen Tropfsteinhöhlen angelangt........einfach stehen bleiben und staunen, eine richtige Zauberwelt, in der man sich verweilen kann........jede einzelne Höhle eine spannende Entdeckung (bis vor gut 300 Jahren floss hier noch die kraftvolle Kander durch, bis der zu stürmisch werdende Fluss in den Thunersee umgeleitet wurde. Zum Glück fliest heute da noch der kleine Glütschbach durch und sorgt für ein wunderbares Naturbiotop)........die Vielfalt kennt keine Grenzen, sogar Vögel und Fledermäuse finden da willkommener Wohnraum....... nach so vielen erkunden und staunen ist auch eine Verschnaufpause angesagt, natürlich inkl. Mittagsschmaus.......und irgendwann ist es auch Zeit aus dem Glütschbatal auszusteigen ......und die weiss verschneiten Berner Alpen begrüssen uns dabei........zum Glück haben sich da einige Wolken gelichtet (die Wetterprognosen haben nämlich einen strahlenden Tag versprochen und halten sich aber wieder einmal nicht an ihr Versprechen).......wir geniessen es einfach wie es ist, unser Pfad über den Hügelzug ist Schneefrei (ich hätte zwar gerne im Schnee getobt, aber Fauchen meint im Frühjahr seien ihr grüne Wiesen lieber).....der Thunersee zeigt uns da uns sogar ein bisschen.......das Amsoldinger Seelein, die besonderen Kirche am See werden wir heute auch noch besuchen gehen......doch vorerst bummeln wir über den Hügelzug weiter, kurz hat sich das Niederhorn von den Wolken befreit.......wir bummeln derweil über die Hohe Linde.......und geniessen die Aussicht die sich uns da trotz Wolken bietet......leider zeigt sich die Stockhornkette uns den ganzen Tag nicht......dafür treffen wir überraschend auf die Ruine Jagdburg, auch Turm zum Stocken oder Friedberg genannt (die Ruine einer Höhenburg aus dem 12. Jahrhundert auf ovalem Geländebuckel)....................Burg nennt sich auch das nahe Gehöft.... ....das Wetter ist und bleibt Wechselhaft, zum Glück trocken....
.....so langsam kommen wir dem Talboden und dem See näher.....
....die Seefläche und die Uferzone sind Naturschutzgebiet und gänzlich von Bäumen und Schilf umgeben. (Ein Besonders wertvolles, geschütztes Seeufer, dass in ein Flachmoor übergeht und Lebensraum für zahlreiche Vogelarten bietet.).....die besondere Kirche von Amsoldingen, sie wollten wir doch schon lange einmal besuchen.........die erste Kirche an dieser Stelle entstand um 700 n. Chr., die heutige Kirche wurde von König Rudolf von Neuenburg im romanischem Stil gebaut. (Funde lassen vermuten, dass am Standort der Kirche einst ein galloromanisches Heiligtum war)........ dieses Stift verdankte seine Entstehung, dem von der Sage als Förderer der friedlichen Kultur des Landes gefeierten, König Rudolf II. (912-937). (Dem Gemahl der guten Königin Berta, der nicht weniger als zwölf Kirchen am Thunersee und in dessen Umgebung gegründet und erbaut haben soll.)......die Kirche Amsoldingen ist eines der ältesten Bauwerke des Kantons Bern und die grösste und wichtigste der 12 tausendjährigen Kirchen rund um den Thunersee.(In der aus der Zeit um 1200 stammenden Krypta sind römische Bauteile aus Aventicum und Allmendingen eingemauert. Sie diente bis 1876 u. a. als Pfarrhauskeller und Käselager)......der kleine, in die Erde gebaute Raum verbreitet eine Stimmung der Ruhe und Geborgenheit der man sich nicht entziehen kann. Die Krypta gilt als starker Kraftort wie auch der darüber liegende Altarraum.... ... angrenzend an die Stiftskirche steht ein Schloss, dass sich heute in Privatbesitz befindet. Die genauen Ursprünge des Schlosses sind unklar. (Es scheint, dass der burgundische König Rudolf II. es einst als Propstei dem Chorherrenstift Amsoldingen geschenkt hat)...
....einige wenige Schritte weiter, was für eine Aussicht........wieder einmal zeigen sich die grossen Berner in ihrem schönsten Kleid...........sogar der Niesen schafft es ins Bild, mit diesem Ausblick sagen wir Adiö und auf Wiedersehen, denn ein zweiter Teil dieser Wanderung wartet noch auf uns.
Routenplan: Eine eher kurze, jedoch enorm vielfältige und erlebnisreiche Tour. (Geplant war, über Zwislisberg noch an den Thunersee weiter zu wandern. Aber leider hat der Lärm einer Militärschiessübung uns zum Abbruch gezwungen, ich Ayka habe unter der Knallerei am Nachmittag zu sehr gelitten).

.jpg)
.jpg)
.jpg)

.jpg)

.jpg)
.jpg)

.jpg)



