Montag, 19. Juli 2021

Eine gute Wahl - die östlichen Solothurner Jurahöhen

Ein seltener trockener Tag mit Sonne lockt die Pfoten etwas zu bewegen (10.Juli)....
.. doch die Routenwahl ist gar nicht so einfach, Regionen mit Flüsse und Bäche sind zu gefährlich. (In Hanglagen drohen Murgänge und Rutsche und der Wetterbreicht droht mit ev. starken Gewittern. Ich glaube so lange hat meine Wanderplanerin noch nie Varianten verglichen und gezögert bis sie sich entschieden hat)....
.....wir entscheiden uns für einen Start in Losdorf im Niederamt - hinauf auf die Jurahöhen - mit vielen Möglichkeiten bei einem Wetterumschwung oder schlechten Wegen rasch wieder eine ÖV Station zu erreichen...
...zuerst geht es hoch auf den Hügel zum Schloss Wartenfels mit seinen Kernbauten aus den 13. Jahrhundert, (leider ist das restaurierte Gebäude und der wundervolle Garten nur an Sonntagen zu besichtigen)....
.... also geniessen wir kurz den Weitblick ins Mittelland....
.... bevor wir entlang von einer wunderbaren Weide westwärts den Hang entlang los zotteln...
... vorbei von abgelegenen Weidescheunen.....
... und genussreichen Aussichtspunkten...
...und riechen tut es da am Wegrand, einfach hundig....

 

 

.....und wir sichten da ungemein vielfältige Wildblumen, wie diese besondere Glockenblume (könnte eine Acker Glockenblume Campanula rapunculoides  sein) ..

..... die Weide da nennt sich "Ankenmatt" (Anken= Butter - von dem Heu muss es ja herrliche Butter geben)......... nach einem kurzen steilen Aufstieg durch den Wald, treffen wie wieder auf so eine wunderbare Weide...
.... da sichten wir sogar die rosa Variante der Wegwarte....
...nach einem weiteren steilen Wegstück haben wir ganz schön an Höhe gewonnen...
.... und wir geniessen den Blick von der Geissflue ...
...sogar die Alpen können wir wieder sichten...

 

 

 

....Geissflue: Die Bezeichnung kann/könnte ja von der Nutzung als Ziegen/Geissen-Weide abgeleitet werden.

Die alten Kelten benutzten den Begriff "Geiss" für spezielle Orte mit hoher Bedeutung - ich glaube das könnte für diesen Ort auch passen...

...und gleich geht es speziell weiter, zur bewaldeten Felsnase re. im Bild zieht es uns nun ...
...da soll es spannendes zu Entdecken geben...
...die mächtige Burgruine der Froburg, oder Frohburg - je nach Quelle...
..... was soll ich da wauzen - ich muss unten warten, weil meine Begleiterin die Felstreppe für mich als zu gefährlich einstuft...
...ja, ich gestehe, ein bisschen ausgesetzt ist der Pfad da hoch schon....
...also schau ich einfach von unten zu....
.... die Burgherren und - Frauchen haben wohl die tolle Aussicht auch bereits genossen...
.... eine ehemals riesige Höhenburg/Felsburg mit Dienstgebäuden und Werkstätten die so um 800 bis 1 100 erbaut wurde.....
....aber ich glaube Schwindelfreiheit gehörte damals zu den Grundfähigkeiten um da zu leben....
.... im einstigen Burghof steht heute eine prächtige Linde....
... da im flachen Umfeld bin ich natürlich auch wieder mit dabei und schnuffle ausgiebig in der Vergangenheit....
..... ein letzter Blick zurück zum Burghügel, der von dieser Seite echt mickerig aussieht....
... bevor wir mit einem prächtigen Ausblicken nordostwärts weiterbummeln...
....und sich die Sissacher Flue sich uns ins Gesichtsfeld schleicht (die würde ja auch gluschten zum Besteigen, doch das verschieben wir auf eine nächste Wanderung)...
 ... so zotteln wir genussreich über den stillen Jurarücken weiter ostwärts....
... bei immer noch strahlendem Wetter...
...und queren nun die Burgweid (auf welche Burg sich diese Weide bezieht können wir nicht eruieren, ev. auf das ehemalige römische Kastel hinter Losdorf)...
...da treffen wir auf die ersten Rinder und wunderbare Pflotschwege..
...so langsam sieht man/hund, dass sich über den Vogesen und dem Schwarzwald sich Wolken bilden....
... doch wir lassen uns mit dem Abstieg noch etwas Zeit....
... und geniessen den Nachmittag - wie wohl auch dieses Rind....
... in der Zwischenzeit sind wir bei der Schafmatt angekommen....
... und entscheiden uns da für den Weg über eine weitere Geissfluhe um zu der Busshaltestelle auf der Saalhöhe zu gelangen (von diesem Teilstück habe ich bereits im Nov 2020 berichtet )..
.... zum Abschluss noch zwei Besonderheiten, zum einen die "Bunte Kronwicke" die wir an einem Waldrand gesichtet haben und zudem "Frau Hirschkäfer" die wirklich in unserem eigenen Garten lebt.
Tourenbericht: Wir haten ungemein Glück mit unsere Routenwahl über die östlichen Solothurner Jurahöhen. Die angekündigten heftigen Gewitter sind am fürhen Abend dann hinter dem Jura auch noch losgebrochen, aber da waren wir  bereits wieder zuhause....

26 Kommentare:

  1. Ein Bilderbuchausflug liebe Ayka,
    manchmal muss man halt auch zotteln wie Dein Frauchen
    in Deinem Namen schreibt, da kann man noch mehr die Natur
    genießen. Umsichtig war Dein Frauchen mit Dir denn "Vorsicht ist
    die Mutter der Porzellankiste" sagt man, sie ist sehr besorgt
    um Dich und Du hast unten brav gewartet, da gab es bestimmt
    ein extra Leckerli.
    Seid lieb gegrüßt in die neue Woche von Lissi

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    1. Liebe Lissi,
      das mit den Leckerlis funktioniert prima und ich konnte im Schatten so eine ausgiebige Pause machen um nacher wieder übermütig über die Wiesen zu toben.
      Dir recht angenehme Sommertage wünscht - die Ayka

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  2. so schön und friedlich schaut es bei euch aus.... so weit weg von dem was in unserer Nähe passierte ist.
    Aber in Anbetracht, dessen kann ich nur zu gut verstehen, dass ihr gut überlegt, wo man hin kann und wo es gefährlich werden könnte.

    Ich bin gerne bei Meer, See und Fluss - aber der Gedanke an das was passiert ist, lässt den Wunsch schrumpfen, dorthin zu wollen. Wie schnell selbst kleinste Bäche zu reißenden Flüssen wurden, ist doch extrem beängstigend.

    einen guten Start in die neue Woche
    wünschen gabi & dina

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    1. Ich schließe mich an, auch mit der Liebe zum Meer... Es ist so schrecklich, was wenige 100 km von hier passiert ist. So viele Menschen sind gestorben und noch viel mehr Menschen haben alles verloren. Wasser hat so eine Kraft, schaffte es Straßen zu durchtrennen und Häuser zum Einstürzen zu bringen.

      Nein, meine Sicht auf das Wasser hat sich geändert und zwar nicht zu Guten. Und vor allem das Rauschen von Wasserfällen macht mir Angst.

      Viele traurige Grüße
      Sabine mit Socke

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    2. Liebe Gabi und Sabine,
      Wasser ist ja etwas ungemein wichtiges und auch erbauendes - doch es hat eine ungemein grausliche Schattenseite - wenn es dann überbordet. Was die Natur diesen Sommer anrichtet ist nicht in Worte zu fassen und es ist ja erst Juli.
      Das mit dem Respekt vor den Naturgewalten - gilt es wohl wieder stärker zu entwickeln - hoffentlich wird das nicht so schnell wieder vergessen.
      Meint eine sehr nachdenkliche Ayka

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  3. Liebe Ayka,

    das war wirklich eine gute Wahl - und bei euren Bildern würde man nicht vermuten, dass die Wanderplanung so vieles berücksichtigen musste. Ure freie Sicht bis zu den Alpen ist für uns einfach immer wieder beeindruckend … und so ganz anders als unsere Weitsichten ;)
    Ich kann gut verstehen, dass Du nicht mit zur Burgruine durftest- da sieht man ja fast keinen Pfad. Deine Begleiter sind wirklich gut Wanderer – ich hätte sicher mit Dir da gewartet ;)
    Ihr habt uns auf einen wunderbaren Bummel mitgenommen.

    Liebe Grüße,
    Isabella mit Cara und Shadow

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    1. Liebe Isabella
      das Wetter ist ja immer ein wichtiger Partner bei unseren Touren, doch dieses Jahr ist es besonders heikel, gar viel Schäden haben Wasser, Hagel und Sturm schon angerichtet. Um so erstaunlicher ist es auf einer Tour über die Jurahöhen von all dem nichts zu spüren.
      Hiii, es hätte da ein Bänklein gegeben, damit du es mit mir warten gekonnt hättest.
      Ganz liebe Sommergrüsse sendet Ayka

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  4. Gut, dass ihr nicht in das Gewitter gekommen seid. Schöne Bilder habt ihr auf jeden Fall wieder mitgebracht.
    Liebe Grüße
    Auenländerin

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    1. Hallo Auländerin,
      dieses Jahr ist es wirklich besser die Gewitter zu meiden, gar so grauslich toben sie.
      Euch ganz gute Sommertage wüsncht Ayka

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  5. Huhuuu, ich bin auch so gerne in den Bergen. Ja und Wiese mit den Wegwarten ist doch zu schön.
    Freuchen passt schon auf dich auf, dass dir nichts passiert und das ist auch gut so
    Ich war schon heute morgen unterwegs und habe Eichhörnchen und Reiher fotografiert, teilweise war ein tolles Licht.
    Jetzt muß ich zuhause bleiben und heute Anbend zum Doc, aber morgen gehts wieder gen Stuttgart. Da habe ich einiges gesehen.
    Dir eine schönes Woche Eva, die lieb grüßtl

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    1. Oben auf den Jurahöhen ist es wirklich immer wieder herrlich unterwegs zu sein. Und die Tage habe ich in den Freibergen ganz viele Sonnenuhren gesichtet und dabei an dich geedacht.
      Wauzt Ayka

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  6. Bei eurem Startpunkt habe ich gestutzt: Salhöhe. Das war doch mal unsere Endstation von Aarau und Wasserflue her.
    https://hundewanderungen.blogspot.com/2014/11/heiter-bis-wolkig-auf-der-wasserflue.html
    Und damals habe ich gedacht, hier wandern wir mal weiter. Nur ist es leider nie dazu gekommen ...
    Danke für eure Bilder von dieser lohnenswerten Gegend, die ihr uns nun etwas näher gebracht habt. Gut, blieb euch das Wetterglück treu!
    Gruss vom Werner und Timi

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    1. Hallo Werner mit Timi,
      ja, der Jura hat noch so viele schöne Wege zu erkunden, wir haben prompt wieder eine Tour in der Region auf die Pendenzenliste gesetzt. Praktisch ist - dass da ganz viele Pässe mit Bussen erschlossen sind - erspahrt Höhenmeter.
      Wir hoffen ihr seit bei den aktuell warmen und schönen Tagen auch unterwegs.
      Liebe Grüsse von den Jurahöhen

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  7. Und wieder so eine tolle Wanderung und ich habe wohl auch die Planung mir irgendwie leichter vorgestellt, aber stimmt schon das Dein Frauchen so sorgsam ist. Auch bei der Treppe, so konntest Du Dich ja au einen kleinen Moment ausruhen ;-)
    Immer wieder "lustig" finde ich die freilaufenden Rinder, so etwas haben wir hier so gar nicht .. wie auch wir haben ja nicht mal viele Rinder hier (lach). Meine Mutti berichtete davon als sie mal in den Bergen war, da fand ich das schon putzig.
    Liebe Grüße
    Kirsi

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    1. Hallo Kirsi,
      meine Begleiterin ist sehr umsichtig bei der Wanderplanung, doch so viel zu berücksichtigen wie bei der aktuell beschribenen gibt es sonst eigentlich nicht. Die Natur spielt in diesem Sommer wirklich etwas arg verrückt und demonstriert seine Macht.
      Meine Begleiterin sagt immer, den Rinder seiien die Einheimischen im Jura und wir seien nur Gäste - du würdest staunen wie viele da den Sommer verbringen und sich an den Kräuter- und Blumenreichen Naturwiesen genüsslich tun.
      Dir wunderbare Sommertage wünscht die Ayka

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    2. Das hat Deine Begleiterin sehr schön zum Ausdruck gebracht. Ja ich denke auch ich würde staunen bei den vielen Rindern die ich dort sehen könnte. Und ich freue mich das es ihnen dort so gut geht und sie so ein schönes Leben haben!

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  8. Das kann ich gut verstehen, dass ihr große Lust hattet hinaus in die Natur, man fühlte sich fast wie eingesperrt. Schön siehts überall aus und Voricht ist immer geboten, man kann nicht erahnen, wo es rutschig ist, Frauchen ist sehr besorgt um dich, gut so.
    Liebe Grüße
    Edith

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    1. Liebe Edith,
      ja die Natur hat wieder einmal seine ganze Kraft eingesetzt und uns das Fürchten gelernt. Sie kann so gegensätzlich, um so dankbarer sind wir, dass wir immer wieder ihre schönen Seiten durchschreiten und bewundern dürfen.
      Dir recht gute Tage - die Ayka

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  9. Nochmals viel Spaß beim Spaziergang, liebe Ayka.
    Schönes Schloss und Blumen auf dem Weg.

    Viele liebe Grüße von hier aus den Niederlanden,
    Hilly

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    1. Ich liebe es einfach so durch die Lndschaft zu bummeln.
      Dir einen guten Wochenstart wünshct Ayka

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  10. Wow, liebe Ayka, da hast du ja wieder einen fantastischen Ausflug mitgemacht. Wirklich beeindruckend. Und ganz brav, dass du unten an der Felstreppe gewartet hast, denn die sieht echt gefährlich aus. Sehr schöne Bilder habt ihr wieder mitgebracht.
    Liebe Grüße
    Ingrid

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    1. Halo Ingrid,
      der Ausfug war überaschend ansprechend und das mit dem brav Warten habe ich als Junghund bereits gelernt und meine Wanderbegleiterin kann sich voll auf mich verlassen.
      Dir wunderbare Sommertage wünscht Ayka

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  11. Liebe Ayka
    Deine persönliche Wanderplanderin hat da ja wieder einmal ein gutes Händchen bewiesen. Einige Wege kennen wir auch, nur so zusammengesetzt sind wir sie noch nie gepfotet.
    Liebe Grüsse
    Nadine mit Ciarán

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    1. Hallo ihr Zwei,
      die Ecke kennen wir recht schlecht, da haben wir noch einiges zu entdecken.
      Mal sehen was im Herbst noch möglich wird.
      Montagsgruss von Ayka

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  12. Liebste Ayka,
    deine Pfoten tragen dich weit und weiter und ich freue mich immer, ein wenig dabei sein zu dürfen. War grad für eine Woche in Südtirol zum Klettern und dort waren die Almwiesen so saftig und bunt, dass ich fast mit dem Grasen angefangen hätte. Aber das überlassen wir den Kühen und den Steinböcken, Rehen ... etc. und den Murmeltieren auch. Ankenmatt, was ein schönes Wort. Das werde ich mir bestimmt merken. Ich liebe Almbutter!!!! Lass dich fest kraulen und grüße deine Menschen lieb von mir.
    Herzlichst
    Elisabeth

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    1. Liebe Elisabeth,
      das mit dem Grasen von saftigen Gräsern, das habe ich drauf, meine Wanderbegleiterin nennt mich dann "Kuhlein". Obwohl ich auch die Butter mag die Wiederkäuer nach so einem krautigen Genuss liefern. Muss herlich gewesen sein - dein Abstecher zum Klettern.
      Danke für den lieben Krauler - hat der gut getan - und meine Menschen Grüssen gerne zurück.
      Herzliche Morgengrüsse von Ayka

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